Hubspot ist eine cloudbasierte CRM- & Marketing-Automation-Plattform mit Hauptsitz in den USA. Das 2006 gegründete Unternehmen zielt vor allem auf KMU mit 10 bis 500 Mitarbeitern, die Inbound-Marketing, Lead-Management und CRM in einem zentralen System bündeln möchten. HubSpot bietet eine kostenlose Basisversion sowie bezahlte Tarife in den Stufen Starter, Professional und Enterprise – jeweils separat für Marketing Hub, Sales Hub, Service Hub, Content Hub und Operations Hub.

  • Hubspot bietet eine zentrale Lösung für Kundenmanagement und Marketingplanung , die Kontaktdaten, Deal-Pipelines, Aktivitäten und Kampagnen abbildet.

  • Hubspots Preise sind modular strukturiert und basieren auf mehreren, kombinierbaren Faktoren.

  • Hubspot wird auf Review-Plattformen insgesamt positiv bewertet, erhält jedoch viel Kritik u. a. für Kosten und Support.

  • Hubspot betreibt Server u. a. in Deutschland, schließt jedoch nicht aus, dass Daten in bestimmten Fällen in andere Rechenzentren übertragen werden.

Sales-Mitarbeiter mit positiven Hubspot-Erfahrungen

Um Ihnen einen belastbaren Eindruck zu vermitteln, welche Erfahrungen mit Hubspot gemacht werden, haben wir echte Hubspot-Reviews von Capterra und G2 ausgewertet. Während die meisten Kunden die Benutzerfeundlichkeit positiv herausstellen, werden die Hubspot-Kosten, die Verkaufspraktiken und die Skalierbarkeit kritisch bewertet. Betrachten wir im Folgenden einmal genauer, wie Hubspot-Nutzer die Kosten, Vorteile und Nachteile der Software beurteilen.

  • Intuitive Oberfläche: In vielen Reviews wird die eingängige Benutzeroberfläche hervorgehoben, die einen schnellen Einstieg auch ohne Schulungen ermöglicht.

  • All-in-One: Hubspot kann nahezu alle CRM-, Marketing- und Kundenservice-Prozesse abbilden und ermöglicht so eine nahtlose Verknüpfung von Informationsflüssen und Prozessen.

  • Automatisierung: Ein ebenfalls häufig positiv hervorgehobener Punkt sind die integrierten Automatisierungen, mit denen Workflows beschleunigt werden.

  • Schlanke Kampagnenerstellung: Ebenfalls positiv heben Nutzer die E-Mail- und Ladingpage-Builder und die einfache Integration verschiedener Marketingkanäle hervor.

  • Unbefriedigender Support: Zahlreiche Nutzer berichten in ihrer Hubspot-Review von langen Support-Wartezeiten und unzureichenden oder generischen Antworten. Zudem wird Hubspot vorgeworfen, bei kleinen Accounts bewusst langsam zu reagieren.

  • Mangelnde Flexibilität: In vielen Hubspot-Erfahrungen kritisieren die Nutzer, dass Standard-Prozesse zwar gut funktionieren, aber individuelle Pipelines oder komplexe Prozesse kaum umsetzbar sind oder einen teuren Enterprise-Tarif erfordern.

  • Hohe Kosten und Intransparenz: Viele Kunden empfinden die Preisgestaltung als überteuert und undurchsichtig. Sie kritisieren, dass trotz teurer Abos noch Zusatzpakete gebucht werden müssen, um zentrale Funktionen zu nutzen.

  • Aggresiver Vertrieb: In den meisten negativen Hubspot-Erfahrungen wird der aggresive Vertrieb kritisiert. So äußern viele Kunden, dass sie mit nur kurz gültigen Rabatten zum Vertragsabschluss gedrängt worden seien. Andere kritisieren, dass ihnen im Sales-Gespräch Leistungen zugesagt worden seien, für die sie dann doch extra bezahlen mussten, oder dass Vertrags- und Kündigungsbedingungen im Vorfeld nicht ausreichend kommuniziert wurden.

  • Steile Lernkurve: Hubspot bietet zwar eine intuitive Oberfläche, doch viele Nutzer berichten in ihren Hubspot-Erfahrungen, dass es Wochen oder Monate dauert, bis alle Einstellungen richtig gesetzt und verschiedene Hubs miteinander kombiniert sind, oder teure Schulungen und Integrationen eingekauft werden müssen.

Einer der am häufigsten auftauchenden Kritikpunkte in den Erfahrungsberichten sind die hohen Hubspot-Kosten und Hubspots Preisstruktur. Wenn man einen Blick auf die Preistabelle auf Hubspots Website wirft, fällt auf, dass die Preise durch vier Faktoren bestimmt werden: den gewählten Hub, den Tarif, der Nutzung und der Anzahl der Nutzerplätze.

Hubspot-Kosten sollten sehr genau kalkuliert werden

Hubspot platziert sich als Lösung, die die gesamte benötigte Marketing-, Vertriebs-, Support- und CRM-Software beinhaltet. Daran ist auch grundsätzlich nichts falsch, jedoch müssen Nutzer sich aus verschiedenen Hubs das Paket zusammenstellen, welches sie benötigen. Für jeden Hub fallen extra Kosten an. Zwar macht Hubspot diese Preise pro einzelnem Hub transparent, jedoch sind individuelle Rabatte sowie Bundle-Preise üblich. Daher sagt die Preistabelle nichts darüber aussagen, wie viel am Ende wirklich gezahlt wird und Preisvergleiche sind nur schwer möglich. Zusätzliche Komplexität ensteht dadurch, dass beim Marketing-Hub eine monatliche Gebühr gezahlt wird, die anderen Hubs jedoch pro Nutzer abgerechnet werden.

Hubspot bietet jeden Hub in vier Stufen an: Free, Starter, Professional und Enterprise. Die Kosten variieren zwischen diesen Tarifen stark – von etwa 20,– Euro pro Monat im Starter-Tarif bis zu mehreren tausend Euro pro Monat im Enterprise-Tarif. Insbesondere die großen Preissprünge zum nächsten Tarif werden häufig kritisiert. Ein Beispiel: Die Kosten für den Marketing-Hub im Professional-Tarif liegen bei 792,– Euro pro Monat, im Enterprise-Tarif bereits bei 3.300,– Euro pro Monat.

Ein weiterer Faktor, der zur Intransparenz beiträgt und viele Kunden negativ überrascht, ist, dass Hubspot für manche Funktionen Limits in den Standardtarifen setzt, z. B. für Marketingkontakte im Marketing-Hub, das Calling-Feature im Sales-Hub, skalierbare Content-Produktion im Content Hub oder allgemein die KI- und API-Nutzung. Wenn das Limit ausgeschöpft ist, müssen zusätzliche Pakete erworben werden.

Seit März 2024 basiert Hubspot auf einem Seat-Modell: Jeder Nutzer braucht eine Lizenz, die seinen Zugriff definiert. Core Seats gewähren vollen Zugriff auf alle gebuchten Hubs inklusive KI-Funktionen, während View-only Seats kostenlos und unbegrenzt verfügbar sind, aber nur Leserechte bieten. Für aktiv arbeitende Mitarbeiter ist ein kostenpflichtiger Core Seat erforderlich. Bei wachsenden Teams summieren sich die Kosten so schnell. Und wer Kosten spart und Mitarbeiter auf View-only-Seats beschränkt, schränkt damit gleichzeitig auch die Kollaborationsfähigkeit seines Teams im System ein.

Obwohl Hubspot eine intuitive Oberfläche bietet und mit seiner Hubspot Academy Nutzern umfangreiche kostenlose Hilfe an die Hand gibt, lässt sich das Unternehmen die Implementierung teilweise bezahlen. Ab dem Professional-Tarif fällt eine verpflichtende, einmalige Onboarding-Gebühr von etwa 1.000–6.000 Euro an, abhängig von Hub und Tarif. Alternativ können Kunden auch Onboardings bei zertifizierten Hubspot-Partnern buchen, die jedoch auch nicht günstiger sind.

Das intransparente Hubspot-Pricing und mangelnde Skalierbarkeit sind also ein ganz wesentlicher Kritikpunkt. An dieser Stelle wollen wir anhand eines konkreten Beispiels einmal deutlich machen, mit welchen Kosten Sie rechnen können.

Nehmen wir folgendes Szenario: Ein mittelständisches Unternehmen bucht den Marketing Hub Professional und den Sales Hub Professional mit 5 Lizenzen. Im Marketing Hub sind 2000 Marketingkontakte und 3 Nutzerlizenzen enthalten, der Kunde braucht jedoch 3000 Kontakte und ebenfalls 5 Lizenzen. Zusätzliche Marketingkontakt-Kontingente bietet Hubspot lediglich in 5000er-Paketen an. Außerdem stellt Hubspot das Pflicht-Onboarding in Rechnung.

Im ersten Jahr sieht die Rechnung wie folgt aus (alle Preise stammen von der Hubspot-Website):

Kosten / Monat Gesamtkosten / Jahr
Marketing Hub Professional 792,– € 9.504,– €
5 Sales Hub Professional Lizenzen 500,– € 6.000,– €
2 Extralizenzen für Marketing Hub 90,– € 1.080,– €
5000 zusätzliche Marketingkontakte 250,– € 3.000,–€
Einmaliges Pflicht-Onboarding 4.470,– €
Total 24.054,– €

Da Hubspots Professional- und Enterprise-Tarife nur im Jahres-Abo verfügbar sind, entstehen dem Unternehmen in diesem fiktiven Beispiel im ersten Jahr bereits knapp 24.000 Euro Kosten. Bei gleichbleibendem Setup entstehen in den Folgejahren Kosten von etwa 20.000 Euro jährlich. Und selbst mit dem Starter-Tarif entsteht in diesem Beispiel eine Jahresrechnung von 6.000 Euro. Ein immenses Investment, dass nur zu rechtfertigen ist, wenn ihm eine rundum positive Hubspot-Erfahrung zugrundeliegt oder es keine gleichwertige Alternative gibt.

Doch womöglich müssen diese hohen Kosten zu Beginn nicht sein, denn Hubspot bietet auch einen Free-Tarif mit sehr stark reduzierten Funktionen an. Eine echte Alternative ist dieser Tarif indes nicht.

Der kostenlose Tarif enthält ein Basis-CRM, einfache E-Mail-Marketing-Optionen, Formulare und ein begrenztes Dashboard ohne komplexe Statistiken. Automatisierungen, Custom Reporting, KI-Funktionen oder Pipelines sind nicht enthalten und erst nach einem Tarifwechsel verfügbar. Es ist zwar möglich, Hubspot kostenlos zu nutzen, jedoch eignet sich die Free-Version im Grunde lediglich für Tests oder sehr einfache Prozesse.

Hubspot-Schulung in einem KMU

KI-Funktionen sind heute ein wichtiges Feature auch in leistungsfähigen CRM- und Marketing-Lösungen. Hubspot bildet da keine Ausnahme und das US-Unternehmen hat bereits früh auf den Trend reagiert und Anfang 2024 erste KI-Funktionen zur Contenterstellung eingeführt. Inzwischen bietet Hubspot mit Breeze eine komplette KI-Suite für Content-Erstellung, Lead-Scoring, Datenanreicherung und Prozessautomatisierung.

Auch die Erfahrungen mit Hubspot Breeze fallen gemischt aus, wobei erwähnt werden muss, dass die Funktion bisher nur in wenigen Hubspot-Reviews genannt wird.

  • hilfreich bei Datenpflege und Datenanreicherung

  • Breeze Intelligence liefert gute Ergebnisse bei der Anreicherung von Lead-Daten

  • bei komplexeren Anwendungen und Content-Erstellung kommt es nicht an andere LLM heran

  • schnell steigende Kosten durch Credit basierte Nutzungsabrechnung mit automatischem Upgrade

  • nicht in allen Tarifen mit den gleichen Funktionen enthalten

  • manche Funktionen müssen als Add-on dazugekauft werden

Hubspot bietet ein spezielles Programm “Hubspot for Startups” und wirbt mit sehr hohen Rabatten gezielt um die KMU von morgen. Die Rabatte sind jedoch an Voraussetzungen gebunden und gelten je nach Programm nur für das erste Jahr, oder gestaffelt für die ersten drei Jahre. Doch ist ein so komplexes und teures Tool überhaupt für Startups geeignet? Die Antwort ist aus unserer Sicht eindeutig: Hubspot ist allenfalls in der sehr frühen Phase eine attraktive Lösung – und selbst dann eine zweischneidige.

Selbst für gerade neugegründete Unternehmen bietet der Free-Tarif im Grunde zu wenige Funktionen, um produktiv zu arbeiten ohne noch zusätzliche Tools zu nutzen. Damit profitieren diese Startups jedoch auch nicht von den klaren Vorteilen einer zentralen CRM- und Marketing-Lösung. Und während der Starter-Tarif für kleine Teams mit wenigen Marketingkontakten noch günstig ist, beginnen die Probleme, sobald das Startup skaliert. Dann kommen schnell vierstellige Monatsgebühren zusammen (selbst mit Hubspots konditionalen Startup-Rabatten noch mehrere hundert Euro). Die umständliche Migration zu einem günstigeren Tool verschlingt dann wertvolle Ressourcen. Für Unternehmensgründer und Startups gibt es deutlich bessere und günstigere Lösungen, z. B. skalierbare und anpassbare No-Code-Tools .

Hubspot betreibt Server in AWS-Rechenzentren in den USA, Kanada, Australien und Deutschland und speichert die Daten seiner Kunden automatisch im jeweiligen regionalen Rechenzentrum mit den entsprechenden gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzeinstellungen. Lediglich die Daten von Free-Usern werden ausschließlich in den USA gespeichert. Die Daten europäischer Kunden werden automatisch in Deutschland gespeichert. Als US-Unternehmen unterliegt Hubspot jedoch dem amerikanischen Cloud Act. Zudem behält sich das Unternehmen vor, in bestimmten Fällen Daten auf andere Rechenzentren zu übertragen. Für Unternehmen mit hohen Datenschutzanforderungen empfiehlt sich daher eine sehr sorgfältige Prüfung – oder der Wechsel zu einem Anbieter mit ausschließlich europäischem Hosting oder on-premises Lösung wie z. B. SeaTable .

Hubspot-Cloud und Datenschutz

Die zahlreichen Erfahrungsberichte von Hubspot-Nutzern auf Capterra und G2 ergeben eine recht deutliche Hubspot-Bewertung: Das Tool überzeugt mit einer intuitiven Oberfläche, einer Free-Version und starker Automatisierung für Standard-Inbound-Prozesse. Der Einstieg gelingt schnell und ohne großen technischen Aufwand. Bis alle Prozesse aufgesetzt sind und Mitarbeiter das Tool durchdrungen haben, kann es jedoch Wochen oder Monate dauern. Sobald Sie skalieren und mehr Kontakte, Nutzer oder womöglich individuelle Prozesse brauchen, wird es indes problematisch. Kosten und Komplexität steigen schnell unverhältnismäßig stark an, Reporting, Flexibilität und Support stoßen gerade bei KMU regelmäßig an Grenzen.

Wer eine Alternative zu Hubspot sucht, die mehr Flexibilität bei niedrigeren und transparenten Kosten bietet, sollte SeaTable in Betracht ziehen. Die KI-No-Code-Plattform ermöglicht es, CRM, Kampagnensteuerung und Reporting individuell zu modellieren und bietet zahlreiche Vorlagen für den schnellen Einstieg – auch für CRM und Marketing. Und das Ganze ohne Kontaktstaffeln, ohne komplexe Hub-Kombinationen und mit DSGVO-konformen Hosting. Statt sich an vordefinierte Strukturen anzupassen, bauen Sie mit SeaTable ein System, das wirklich zu Ihren Prozessen passt.

Wie bewerten Nutzer ihre Hubspot-Erfahrungen bei der Implementierung?

Wie Nutzer die Implementierung bewerten, hängt stark von der Komplexität des Setups ab. In der Regel wird der Einstieg als reibungslos beschrieben und die Hubspot-Dokumentation gelobt. Jedoch wird in vielen Reviews empfohlen, einen Integrator zu beauftragen, sobald mehrere Hubs eingerichtet oder Daten migriert werden müssen.

Wann sollte man über einen Wechsel von Hubspot zu einem anderen Systen nachdenken?

Spätestens dann, wenn die Lizenzgebühren für Hubspot nicht mehr im Verhältnis zum Ertrag stehen, Sie regelmäßig Workarounds für individuelle Prozesse erstellen müssen oder Ihre Hub-Struktur eine Komplexität erreicht, die effektives Arbeiten behindert.

Warum äußern sich viele Reviews kritisch zum Hubspot Pricing?

Hubspots Preisberechnung aus kontaktbasierten Kosten, kostenpflichtigen Zusatzfunktionen, Hub-Kombinationen und Seats ist intransparent und lässt die Kosten schnell steigen. Zudem sind die Sprünge zwischen den Abos enorm.

Ist Hubspot für kleine Teams geeignet?

Ja, Hubspot rechnet sich für kleine Teams, wenn Sie mit eingeschränkten Funktionen zufrieden sind. Mit seinem Programm “Hubspot for Startups” wirbt Hubspot sogar gezielt um junge Unternehmen in der Wachstumsphase. Sobald kleine Teams skalieren, wird das Tool jedoch meistens zu teuer und zu komplex.

Welche Alternativen gibt es zu Hubspot?

Es gibt auf dem Markt zahlreiche leistungsfähige Alternativen zu Hubspot wie z. B. Salesforce oder Pipedrive. Wenn Sie eine Lösung mit ähnlichem Leistungsumfang und mehr Flexibilität zu geringeren Kosten suchen, bieten sich No-Code-Lösungen wie SeaTable an.

Kann Hubspot monatlich gekündigt werden?

Die Kündigungsfrist bei Hubspot hängt vom gewählten Tarif ab. Während Starter-Tarife monatlich gekündigt werden können, gilt ab dem Professional-Tarif in der Regel eine Jahresbindung.

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