Cloud Computing: Wie Sie Ihre IT kostengünstig skalieren

Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet rasant fort und Cloud Computing spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch was bedeutet Cloud Computing genau und wie kann es Ihr Unternehmen voranbringen? In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Cloud-Technologie wissen müssen.

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing (einfach erklärt) bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen über das Internet. Anstatt Programme und Daten lokal auf Ihrem Computer oder eigenen Servern zu speichern, nutzen Sie die Rechenzentren von Cloud-Anbietern. Diese stellen Ihnen auf Abruf so viel Speicherplatz, Rechenleistung oder Software zur Verfügung, wie Sie möchten.

Die bekanntesten Cloud-Lösungen stammen von den üblichen US-Tech-Giganten: Beispielsweise können Sie Ihr Cloud Computing in AWS (Amazon Web Services), Microsoft Azure, Google Cloud, Oracle Cloud oder IBM Cloud bewerkstelligen. Dennoch lohnt es sich, auch kleinere Cloud Systeme auf dem Schirm zu haben.

Die 6 Schlüsselmerkmale von Cloud Computing

Zusätzlich zur oben genannten Cloud Computing Definition gelten 6 Merkmale als charakteristisch:

  1. Breiter Netzwerkzugang: Cloud Services sind mit Standard-Mechanismen über das Internet abrufbar und nicht an ein bestimmtes Endgerät (z. B. Laptop, Smartphone, Tablet) gebunden.
  2. Messbare Dienste: Der Cloud Computing Anbieter kann die Nutzung der Ressourcen (z. B. Speicherplatz, Benutzerkonten) präzise messen, überwachen, steuern und dem Kunden in Rechnung stellen.
  3. Mandantenfähigkeit: Beim Cloud Computing teilen sich mehrere Kunden die Ressourcen (z. B. einen Server) des Anbieters. Dabei sind die Prozesse und Daten unterschiedlicher Mandanten jedoch nicht gegenseitig einsehbar.
  4. Ressourcen-Pooling: Die Ressourcen des Anbieters fließen in ein Sammelbecken, aus dem sich die Kunden bedienen. Diese wissen dabei nicht, welche Ressourcen (z. B. Server) sie genau nutzen. Oft lässt sich vertraglich aber der Speicherort (z. B. das Land oder Rechenzentrum) eingrenzen.
  5. Selbstbedienung auf Abruf: Kunden können die Cloud Computing Dienste (z. B. Rechenleistung oder Speicherplatz) selbst und ohne menschliche Interaktion mit dem Cloud Computing Anbieter buchen.
  6. Rapide Elastizität: Um bedarfsgerecht skalieren zu können, können Kunden die Cloud Services schnell und flexibel – in vielen Fällen sogar automatisiert – in Anspruch nehmen. Aus Kundensicht scheinen die Ressourcen daher in beliebiger Menge verfügbar zu sein.
Cloud Computing Modell

Welche Vorteile bietet Cloud Computing?

Nachdem wir das Cloud Computing einfach erklärt haben, blicken wir auf die Vorteile, die Ihnen die oben genannten Eigenschaften einer Cloud bieten.

Kosteneffizienz und Komfort

Wenn Sie Cloud Services in Anspruch nehmen, sparen Sie sich hohe Investitionen in eigene Server und zahlen nur für die Ressourcen, die Sie tatsächlich nutzen (Pay-as-you-go-Prinzip). Da Sie sich kaum noch um lokale Infrastruktur kümmern müssen, haben Ihre IT-Mitarbeiter mehr Zeit für wichtigere Themen.

Schnelle Bereitstellung

Beim Cloud Computing können Sie in wenigen Minuten die notwendigen Komponenten freischalten, anstatt wochenlang auf bestellte Hardware warten, Ihr System konfigurieren und Software installieren zu müssen.

Unabhängigkeit von Orten und Geräten

Ihre Mitarbeiter können jederzeit und von überall auf ihre Daten und Anwendungen in der Cloud zugreifen. So entsteht auch kein Datenverlust durch lokale Speicherung, wenn doch mal ein Endgerät kaputt oder verloren geht.

Aktualität und Produktivität

In einer Cloud sehen alle Benutzer die aktuelle Version ihrer gespeicherten Daten und Dokumente. Änderungen werden in Echtzeit synchronisiert, was die Zusammenarbeit erheblich verbessert.

Elastizität und Skalierbarkeit

Passen Sie Ihre Cloud-Infrastruktur jederzeit flexibel an Ihre Bedürfnisse und Datenmengen an. Cloud Computing erlaubt es Ihrem Unternehmen zu wachsen, ohne dass die IT-Infrastruktur zum Flaschenhals wird.

Szenarien, für die Cloud Computing die Lösung ist

Aus den genannten Vorteilen ergeben sich einige Szenarien, für die Cloud Computing Dienste prädestiniert sind. Vielleicht kommt Ihnen die ein oder andere Herausforderung ja bekannt vor:

  • Hohe Kosten für die Server-Infrastruktur, die Ihr Budget sprengen
  • Langwierige Beschaffungsprozesse, aber dringend benötigte Bereitstellung der Infrastruktur
  • Unerwartet schnelles Unternehmenswachstum, das Ihre bisherigen IT-Ressourcen übersteigt
  • Kaum planbarer Bedarf oder stark schwankende Auslastung der vorhandenen IT-Ressourcen
  • Stark steigende Datenmengen, die Ihre lokalen Speicher- und Rechenressourcen überlasten
  • Remote arbeitende Mitarbeiter rund um die Welt

Die Geschichte der Cloud in aller Kürze

Die Geschichte der Cloud, die als Sinnbild für ein umfangreiches Rechnernetzwerk dient, geht weit ins 20. Jahrhundert zurück. Bereits 1962 formulierte der US-amerikanische Informatiker Dr. Joseph Carl Robnett Licklider die Idee einer globalen Vernetzung von Computern – des heutigen Internets. Dies ist letztlich auch der Grundgedanke hinter dem Cloud Computing. In den 1990er Jahren wurde es durch die Multi-Tenant-Architektur zudem möglich, dass mehrere Clients voneinander unabhängig auf denselben Server im Netzwerk zugreifen konnten. Kurz darauf kam es dann zum Durchbruch: Als Amazon im Jahr 2002 erstmals cloudbasierte Speicher- und Rechenleistungen anbot, begann das Cloud Computing in AWS. Wenige Jahre später zogen auch Google und Microsoft mit ihren ersten Cloud-Anwendungen nach. Seitdem hat der Siegeszug des Cloud Computing deutlich an Fahrt aufgenommen und geht bis heute ungebremst weiter.

Cloud Computing ist die Zukunft

Die gängigsten Cloud Computing Dienste

Im Folgenden stellen wir Ihnen drei weitverbreitete Cloud Computing Dienste vor: IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service).

Was ist SaaS?

Bei SaaS (Software as a Service) handelt es sich um cloudbasierte Software-Anwendungen wie etwa CRM-Systeme oder Projektmanagement-Tools. SaaS in Cloud Computing heißt, dass Sie jederzeit und von überall, zum Beispiel über einen Webbrowser, die gewünschte Software in der Cloud nutzen können, ohne sie lokal auf einem Gerät installieren zu müssen. Der SaaS-Anbieter hostet die Software auf einem Remote-Server, kümmert sich aber auch um Backups, Updates und Wartungsarbeiten. 

Was ist PaaS?

Unter Platform as a Service (PaaS) versteht man eine cloudbasierte Plattform zur Anwendungsentwicklung. Dabei vereinfacht und beschleunigt PaaS die Entwicklung, weil Sie sich keine Gedanken mehr um die Einrichtung und Administration der zugrundeliegenden Infrastruktur machen müssen. Der PaaS-Anbieter stellt Ihren Entwicklungsteams bereits alle Hardware- und Softwareressourcen zur Verfügung, die sie brauchen. Dazu gehört auch das Testing in Cloud Computing.

Was ist IaaS?

Infrastructure as a Service (IaaS) bedeutet, dass Sie Ihre gewünschte IT-Infrastruktur, zum Beispiel Server, Netzwerke, Datenbanken und Betriebssysteme, in einem externen Rechenzentrum mieten und über die Cloud darauf zugreifen. Die Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig über den Cloud Computing Anbieter. Dadurch werden hohe Investitionen in Ihre eigene Infrastruktur überflüssig.

 IaaSPaaSSaaS
Art des ServiceInfrastrukturEntwicklungsplattformSoftware
ZielgruppeSystemadministratorenSoftware-EntwicklerNutzer
BeispieleServer, Netzwerke, DatenbankenApp-Entwicklung, DevOpsCRM-Systeme, Projektmanagement-Tools, HR-Software

Für eine Private Cloud benötigen Sie eigene Infrastruktur
Für eine Private Cloud benötigen Sie eigene Infrastruktur.

Welche Cloud Computing Modelle gibt es?

Es gibt verschiedene Cloud Computing Modelle, die sich nach der Bereitstellungsart der Cloud unterscheiden:

  • Public Cloud: Bei einer öffentlichen Cloud stellt ein externer Anbieter alle IT-Ressourcen bereit, die Sie (und viele andere Kunden) nutzen. Der Cloud Computing Anbieter besitzt und verwaltet sämtliche Hardware- und Software-Komponenten.
  • Private Cloud: Eine private Cloud hosten und verwalten Sie selbst in Ihrem eigenen Netzwerk. Demzufolge müssen Sie sich auch selbst um die Infrastruktur kümmern. Dafür stehen die IT-Ressourcen exklusiv nur Ihrem Unternehmen zur Verfügung.
  • Hybrid Cloud: Beim Hybrid Cloud Computing kombinieren Sie Public Cloud und Private Cloud. Beispielsweise können Sie einen Teil Ihrer Daten auf Ihren eigenen Servern speichern und gleichzeitig zusätzliche Ressourcen und Anwendungen in einer Public Cloud nutzen.

Der Hauptunterschied dieser Cloud Computing Modelle besteht darin, inwiefern Sie selbst für die IT-Ressourcen sorgen möchten, die Ihr Unternehmen benötigt. Je mehr Infrastruktur Sie besitzen, desto mehr Datenhoheit und Kontrolle haben Sie, aber desto höher sind auch Ihr Aufwand und Ihre Kosten.

 Public CloudHybrid CloudPrivate Cloud
Zugänglichkeitöffentlich geteilte IT-Ressourcenteils eigene, teils öffentliche IT-Ressourceneigene, private IT-Ressourcen
Skalierbarkeitsehr schnell und flexibelflexibelnur mit Verzögerung erweiterbar
Datenhoheithohe Abhängigkeit vom Cloud-Anbietermittlere Abhängigkeit vom Cloud-Anbieterkomplette Unabhängigkeit und Datenhoheit
Aufwand und Kostenniedrig, keine eigene Infrastruktur nötig, Pay-as-you-go-Prinzipmäßig, eigene Basis-Infrastruktur, bei Bedarf sind weitere Ressourcen zubuchbarhohe Kosten für eigene Server, Infrastruktur, Strom und IT-Personal
Beispiele für Zielgruppen und BranchenStart-ups, expandierende Unternehmen, Branchen mit hohen saisonalen SchwankungenUnternehmen, die sensible Daten privat halten, aber dennoch flexibel sein möchtenBehörden, Banken, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, die mit hochsensiblen Daten arbeiten

Aspekte der Cloud-Sicherheit

Früher bot Cloud Computing weniger Sicherheit als heute, weshalb viele Unternehmen auf eigene Rechenzentren bzw. Server vor Ort setzten. Obwohl die meisten Cloud Services mittlerweile höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht werden, hat die eigene Infrastruktur vor allem bei Institutionen mit sehr sensiblen Daten (z. B. Behörden, Banken, Krankenhäuser, Universitäten) immer noch einen hohen Stellenwert. In den meisten anderen Fällen bietet die Cloud jedoch sogar mehr Sicherheit als On-Premise Installationen und eigene Rechenzentren. Dies hat vor allem folgende Gründe:

Die Anbieter von Cloud Services haben IT-Security-Experten, die sich ständig um die physische und virtuelle Sicherheit kümmern, die Systeme überwachen und auf Bedrohungen reagieren. Egal, ob Updates, Backups, Verschlüsselung, Authentifizierung oder andere Sicherheitsmechanismen: Cloud Systeme sind immer auf dem aktuellen Stand und unter Beobachtung, wohingegen die eigene Infrastruktur von Unternehmen schnell veraltet und womöglich Sicherheitslücken aufweist.

Cloud Sicherheit

Wenn Sie Ihre Daten aus Compliance-Gründen on premise, also auf Servern am Firmensitz speichern, können mögliche Angreifer oft eingrenzen, wo sie sich befinden. Große Cloud Computing Anbieter haben hingegen so viele Rechenzentren an verschiedenen Standorten, dass es schwierig ist, den Datenspeicherort eines bestimmten Kunden herauszufinden. Daher könnten in diesem Fall Cloud Computing Dienste innerhalb der EU eine gute Alternative zu Ihrem lokalen Rechenzentrum sein, um ebenso Compliance-Richtlinien wie die DSGVO einzuhalten – und zwar ohne Datenfluss in die US-Clouds von Amazon, Google, Microsoft, Oracle oder IBM.

4 Tipps, wie Sie Cloud Computing erfolgreich einsetzen

Bevor Sie von lokalen Servern auf die Cloud umsteigen, sollten Sie eine durchdachte Strategie entwickeln. Hier einige Tipps: 

  • Analysieren Sie Ihren aktuellen Bedarf an IT-Ressourcen und entscheiden Sie, inwiefern Sie selbst für die benötigte Infrastruktur verantwortlich sein möchten.
  • Wählen Sie danach eines der Cloud Computing Modelle (z. B. Public Cloud) und einen Cloud Computing Anbieter, der zu Ihren Anforderungen passt (z. B. Datenspeicherort innerhalb der EU).
  • Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie eine sichere und möglichst schnelle Datenmigration gewährleisten.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den neuen Cloud Technologien, um die Risiken durch die lokale Speicherung auf Endgeräten zu minimieren.

Entdecken Sie SeaTable für Ihre Cloud

Ein bisher wenig bekannter, aber sehr preiswerter Cloud Service ist die No-Code-Datenbank SeaTable, in der Sie Ihre Daten DSGVO-konform und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Rechenzentren speichern können. Wählen Sie zwischen

Über die Datenbank-Infrastruktur hinaus bietet SeaTable eine intuitive Entwicklungsplattform, auf der Sie auch ohne Programmierkenntnisse spezifische Software-Lösungen für Ihr Unternehmen entwerfen und zur Nutzung bereitstellen können. Auf diese Weise vereint der Cloud Service geschickt IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service) miteinander.

Registrieren Sie sich einfach mit Ihrer E-Mail-Adresse, starten Sie kostenlos und skalieren Sie je nach Bedarf, sobald Sie mehr Speicherplatz, Benutzerkonten oder Funktionen nutzen möchten.

Fazit: Cloud Computing ist die Zukunft

Cloud Computing bietet Ihnen eine kostengünstige, komfortable und sichere Möglichkeit, um die IT-Ressourcen Ihres Unternehmens schnell und flexibel auf Abruf zu skalieren. Ihre Mitarbeiter können jederzeit und von überall auf die Daten und Anwendungen in der Cloud zugreifen. Dies fördert eine effiziente Datenhaltung und Zusammenarbeit, insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Remote-Arbeitskultur. Nutzen auch Sie die Vorteile der Cloud, um Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft zu machen!

Cloud Computing ohne Grenzen

Häufige Fragen zum Cloud Computing

Was ist die Cloud?

Die Cloud dient als Sinnbild für ein umfangreiches Netzwerk aus Remote-Servern, die über die ganze Welt verteilt und miteinander verbunden sind. Das bekannteste Beispiel für eine Cloud ist das Internet. 

Was versteht man unter Cloud Computing?

Cloud Computing (einfach erklärt) bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen über das Internet. Anstatt Programme und Daten lokal auf Ihrem Computer oder eigenen Servern zu speichern, nutzen Sie die Rechenzentren von Cloud-Anbietern. Diese stellen Ihnen auf Abruf so viel Speicherplatz, Rechenleistung oder Software zur Verfügung, wie Sie möchten.

Welche Arten von Cloud Computing gibt es?

Die Arten von Cloud Computing teilen sich auf in Cloud Computing Dienste und Cloud Computing Modelle: Die meistgenutzten Cloud Services sind IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service). Bei den Modellen unterscheidet man üblicherweise zwischen Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud.